Zum Mittelpunkt des Murgtals

Wanderungen

Rundtour südlich von Forbach.

Forbach Blick auf Wasserkraftwerk
Forbach Blick auf Wasserkraftwerk - © Autor: Christiane Paff, Quelle: Nationalparkregion Schwarzwald - Baiersbronn / Murgtal
  • Typ Wanderungen
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 4:15 h
  • Länge 8,5 km
  • Aufstieg 448 m
  • Abstieg 446 m
  • Niedrigster Punkt 288 m
  • Höchster Punkt 474 m

Beschreibung

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen – werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann“: Dieses indianische Sprichwort ist in eine Messingplatte auf dem Erlebnispfad der Forbacher Naturfreunde eingeritzt. Ganz in der Nähe ist auch der Mittelpunkt des Murgtals, welchen die Naturfreunde ebenfalls auf dieser Informationsstrecke festgelegt haben.

 

Um diese Stelle zu erreichen, beginnen wir unsere Wanderung zwar auf der anderen Talseite, aber mit der Passage über die Murg in der Heppenau ist die Route locker auf einer aussichtsreichen elf Kilometer weiten Runde zu überwinden.

Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof Forbach, davor zeigt ein dicht besetzter Wanderpfahl gar viele Richtungen an. Für uns geht es jedenfalls in Richtung Gausbach parallel zur Bahnlinie los, da befinden sich auch eine Menge Parkplätze. Gleich am Ortsbeginn ist das „Forbacher Murgtal-Tor“ mit Info-Tafeln zur „Murgleiter“ und den Gausbacher Rundwegen.

Nach wenigen Metern geht es im Dorf rechts ab zur Brücklewaldanlage. Dahin führt ein kurzer steiler Anstieg zu einer Aussichtsplattform mit herrlichem Blick über Forbach. Bei dem Schilderpfahl der „Murgleiter“ bleiben wir auf dem ebenen Weg, der auch mit dem roten Ring als Panoramaweg gezeichnet ist. Aussichtsreich gehen wir unterhalb der Hütte weiter, finden immer wieder Bänke mit weiten Blicken über Forbach und nach Bermersbach bis hinauf zur Roten Lache. Später zweigt ein Wiesenweg zum mittleren Eckweg über den Hasenbuckel ab. Auf dem Makadamweg angekommen, schwenken wir links ein, der Weg verläuft eben in Richtung Sasbachtal. Auf der anderen Talseite ist gut die Marienkapelle erkennbar, bei der wir später abschließende Rast halten.

Bei einem Schild zur „Herz-Frequenz-Messung“ beginnt links der Abstieg über einen Jägerpfad (blauer Rhombus beachten) zur Schifferstraße, wir werden vom lauten Rauschen der Murg begleitet. Auf dieses Sträßchen biegen wir links ein und sind jetzt auf dem Radweg „Tour de Murg“, weshalb es aufzupassen gilt, wenn die schnellen Radler kommen. Bei der Station „Sasbach“ geht es weiter um das Forsthaus herum zu einem rechts nach unten führenden Pfad, dort kommen wir zum Murgübergang Heppenau mit Blick auf die urige Flusskulisse. Auf der anderen Seite findet sich ein Waldrastplatz mit Hütte, Brunnen und Grillstelle. Wir gehen nun bergauf zur Bundesstraße 462, nach deren Überquerung sind wir schnell in Höhe des Murgtal-Wanderweges und halten dort links in Richtung Raumünzach. Wenn es auf dem Murgtal-Wanderweg abwärts geht, bleiben wir rechts, um nach 150 Metern nochmals in spitzem Winkel rechts aufwärts zu gehen. An einem Hochstand vorbei erreichen wir die Kapellenstraße bei einer Bank, von der man einen fantastischen Blick auf Forbach und den Murgstausee hat.

Auf den relativ eben verlaufenden Kapellenweg biegen wir rechts ein und kommen über dem Naturfreundehaus Holderbronn vorbei, zu dem ein kurzer Abstecher dann lohnend ist, wenn es geöffnet hat. Ab jetzt sind wir auf dem Naturlehr- und Themenpfad der Forbacher Naturfreunde, mit dem „Simsalabaum“ am Beginn. Es werden Bäume erklärt und Tiere vorgestellt, auf einer rund 200 Jahre alten Baumscheibe (ein vom Orkan Lothar gefällter Stamm) wird die Geschichte dargestellt und auf dem markierten Murgtalmittelpunkt erklärt, dass der Fluss auf seinem 78,2 Kilometer langen Verlauf 47 Seitenbäche aufnimmt. Weshalb gerade hier die Mitte des Murgtales angesiedelt worden ist, wird auf Tafeln verständlich erklärt.

Bei der Steigleitung des Murgkraftwerkes erhalten wir ebenfalls eine Menge Informationen über die Gesamtanlage der Schwarzenbachtalsperre. Es ist jetzt nicht mehr weit zur Marienkapelle, bei der wir uns über die Wanderwege an weiteren Informationstafeln sachkundig machen können. Bei der abschließenden Rast genießen wir eine letzte herrliche Rundsicht vor dem Abstieg.

Gebündelt führen Westweg, Murgleiter und Murgtalwanderweg nun steil hinunter durch das Dorf zu der markanten Holzbrücke über die Murg. Noch ein kurzer Anstieg und wir sind wieder beim Ausgangspunkt am Bahnhof.

Festes Schuhwerk empfehlenswert.
Das Begehen der Wege erfolgt auf eigene Gefahr. Aus Gründen der Sicherheit und des Naturschutzes bitten wir, nicht von den markierten Wegen abzugehen. 
B462 bis Bahnhof Forbach
Kostenlose Parkplätze am Bahnhof Forbach
KVV-Stadtbahnlinie S41 oder S31 bis Bahnhof Forbach

Wanderkarte "Murgtal" im Maßstab 1:25.000, erhältlich über die Tourist-Informationen im Murgtal oder über den Zweckverband "Im Tal der Murg" (Tel. 07225 9813121), www.murgtal.org zum Preis von 4,90 Euro.