Ausstellungseröffnung Kunstweg am Reichenbach

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Mit der Ausstellungseröffnung am 09. August 2026 präsentiert der Kunstweg am Reichenbach ein paar neue Kunstwerke. Es findet eine gemeinsame Führung mit den anwesenden Künstlern:innen statt. Im Anschluss Bewirtung durch den Verein.

Sieben neue Positionen:

Johann Alexis I Tanja Goetzmann I Malcolm Gompf I Pauline Gosselin I Mwangi Hutter I Elisa Manig I
Klaudia Stoll

Eröffnung Sonntag, 9. August 2026, 11 - 15 Uhr
Uwe Meyer, Stellv. Bürgermeister
Rita Burster, Kuratorin und Vorsitzende
Führung mit den Künstlern*innen und Bewirtung

Der Kunstweg am Reichenbach lädt erneut dazu ein, Kunst inmitten einer einzigartigen Landschaft zu erleben. Im Rahmen des Kulturwochenendes Gernsbach findet die Eröffnung der sieben neuen künstlerischen Positionen entlang des Weges statt. Damit erweitert sich der seit 2006 bestehende Skulpturenweg um vielfältige Ausdrucksformen und neue Blickwinkel. Gleichzeitig wird das 20-jährige Jubiläum des Kunstwegs gefeiert. Ein besonderer Meilenstein, der die kontinuierliche Entwicklung und Bedeutung dieses außergewöhnlichen Kunstprojekts würdigt.
Entlang des Reichenbachs verbindet sich ein naturnaher Spazierweg mit zeitgenössischer Kunst. Zwischen Wald, Wiesen und Wasser entstehen Begegnungen mit Skulpturen und Installationen die sich unterschiedlich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen. Manche Arbeiten fügen sich nahezu selbstverständlich in die Landschaft ein, andere setzen bewusste Kontraste und lenken den Blick auf ungewohnte Zusammenhänge.
Die neuen Werke bereichern den Kunstweg durch ihre Vielfalt an Medien und künstlerischen Herangehensweisen. Sie treten in einen Dialog mit der Natur, die nicht nur als Ausstellungsort dient, sondern selbst Teil des künstlerischen Prozesses wird. Materialien, Licht, Vegetation und die Veränderung durch Jahreszeiten tragen dazu bei, dass die Arbeiten immer wieder neu wahrgenommen werden können.

Johann Alexis (*1974 in Baden-Baden) verbindet in seiner multidisziplinären Praxis Malerei, Skulptur, Installation und Video mit sozial engagierten Projekten. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Fragen nach Anpassung und Wandel in kulturellen, ökologischen und technologischen Umbrüchen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er BBUG-Fellow, Lehrbeauftragter an der DHBW Karlsruhe sowie Mitglied im kuratorischen Beirat des Projekts „Kunst findet Stadt“, vertreten durch die Galerie Sept in Brüssel und Knokke. Alexis lebt und arbeitet im Elsass und in Berlin.

Tanja Goetzmann (*1972 in Heidelberg) arbeitet an der Schnittstelle von Material, Zeit und alltäglicher Wahrnehmung. In ihren Arbeiten untersucht sie die Spuren menschlichen Handelns, die sich in Formen, Materialien und Herstellungsprozessen widerspiegeln. Dabei entwickelt sie aus gesammelten Bildern, Fundstücken und alltäglichen Materialien poetische, szenische Arbeiten. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von Recherche, Langsamkeit und dem bewussten Umgang mit Begrenzungen. Je nach Fragestellung wählt sie unterschiedliche Medien und Verfahren, um Situationen zu übersetzen, zu verwandeln und neu erfahrbar zu machen.

Malcolm Gompf (*1970 in Karlsruhe) wurde von Prof. Hans-Peter Schwarz als Autodidakt an die Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) berufen. Seine künstlerische Praxis reicht von frühen Klanginstallationen für Institutionen wie das ZKM Karlsruhe und das Vitra Design Museum bis hin zu experimentellen fotografischen Arbeiten. In seinem Werk setzt sich Gompf mit dem Spannungsfeld zwischen analoger und digitaler Welt auseinander und untersucht die kulturellen, gesellschaftlichen und philosophischen Auswirkungen technologischer Entwicklungen. Seine Perspektive ist dabei eng mit den Umbrüchen verbunden, die er selbst – unter anderem in der Gründungsphase des ZKM – aktiv begleitet hat. Der Künstler lebt und arbeitet in Frankreich.

Pauline Gosselin (*1992 in Karlsruhe) lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie studierte Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Marcel van Eeden und Prof. Leni Hoffmann. Anschließend war sie Meisterschülerin bei Prof. Leni Hoffmann.2023 wurde sie mit dem Preis der Winterausstellung der Kunstakademie Karlsruhe ausgezeichnet. Zudem wurde sie für ein halbjähriges Paris-Stipendium der Cité internationale des arts ausgewählt.

Mwangi Hutter ist ein internationales Künstlerduo, das in Ludwigshafen am Rhein und Mombasa, Kenia lebt und arbeitet. Ihre Arbeit thematisiert Migration, Zusammenleben, Unterwegssein und Identität zwischen zwei Welten und zwei Kontinenten und überschreitet dabei klassische Vorstellungen von Identität in Bezug auf Geschlecht, Herkunft und Kultur. Mwangi Hutter arbeitet mit Video, Sound, Fotografie, Performance, Malerei und Skulptur, häufig kombiniert zu raumgreifenden Installationen und ortsspezifischen Interventionen mit natürlichen Materialien, Wasser und leisen, gestischen Akzenten. Ihre Arbeiten waren unter anderem auf der Venedig-Biennale, der documenta in Kassel, der São Paulo Biennale, im Centre Pompidou Paris, im Brooklyn Museum New York und im Mori Art Museum Tokio zu sehen.

Elisa Manigs (*1987 in Karl-Marx Stadt) künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Objekt, Körper und gebautem Raum. Ausgangspunkt sind oft funktionale Formen – Griffe, Halterungen, Spangen, Schalter – die sie aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang löst und in neue skulpturale Konstellationen überführt. In ihnen liegt ein körperliches Wissen – jene verkörperten Strukturen, die unser Denken und Handeln prägen, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen. Die Objekte erscheinen vertraut und
scheinen eine Funktion zu versprechen. Doch dieses Versprechen wird nicht eingelöst. Die Formen lösen sich von ihrem ursprünglichen Zweck und öffnen einen Raum zwischen Erinnerung und Möglichkeit, zwischen Gebrauch und Bedeutung. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Klaudia Stoll (*1968 in Rastatt) und Jacqueline Wachall (*1965 in Saarbrücken) bilden seit 1997 ein Künstlerduo. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Video, Sound und Fotografie mit einem Schwerpunkt
auf Rauminstallationen und Medienskulpturen. Ausgangspunkt ihrer Praxis ist eine kontinuierliche künstlerische Kommunikationssituation, die als zentrale Inspirationsquelle dient und ihre Beobachtungen in vielschichtige Inszenierungen überführt. In einer poetisch-experimentellen Bildsprache setzen sie sich mit Fragen nach Identität in einer normierten und medial geprägten Gesellschaft auseinander. Im Fokus steht dabei der menschliche Körper als Medium von Inszenierung, Ausdruck und Kommunikation. Durch eigene performative Auftritte – häufig in theatralisch und skulptural zugespitzten Szenarien – erforscht das Duo seine Beziehung in unterschiedlichen Rollenbildern und überführt persönliche Erfahrungen in einen erweiterten gesellschaftlichen Kontext.


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Gernsbach

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