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Eine Holzbrücke über die Murg

Blick auf die Forbacher Holzbruecke Sie ist das Wahrzeichen von Forbach und gehört wohl zu den meist fotografierten Sehenwürdigkeiten des Murgtals, obwohl sie nur knapp 40 Meter lang ist. Dennoch ist sie in Europa einmalig: die Forbacher Holzbrücke.

Forbacher Holzbrücke

Vor über 400 Jahren zerstörte ein Hochwasser die einzige Brücke in Forbach. Zimmermannsleute wurden nach Augsburg geschickt, um dort das Modell einer hochwassersicheren Hängebrücke zu besichtigen.

Jedoch erst 200 Jahre später, 1778 wurde der Bau einer überdachten Holzbrücke ohne Mittelpfeiler verwirklicht.
Diese Brücke hielt wiederum fast 200 Jahre und wurde 1954 / 55  abgerissen und nach den alten Plänen neu aufgebaut.

Die überdachte Holzbrücke prägt somit seit über 200 Jahren das Forbacher Ortsbild. Sie ist in Ihrer Bauart einzigartig in Deutschland und sogar in Europa. Ein Blick vom Ufer der Murg hinauf in den Brückenbogen vermittelt einen Eindruck über die hohe Zimmermannskunst der damaligen Zeit.

Die Geschichte der Holzbrücke

1570 wird die "holzern Bruck" in Forbach von einem Hochwasser weggerissen.  

Zuständig für die Unterhaltung der Brücke waren die Gemeinden Forbach, Bermersbach und Gausbach (= das "Forbacher  Kirchspiel"). Die zerstörte Brücke wurde in der damals üblichen Form als nicht überdachter Murgsteg für Personen und Fuhrwerke wieder errichtet. Der Bau einer hochwassersicheren Brücke wird immer dringender.

1777 beginnen die vorbereitenden Arbeiten an den Felsen für die Brückenfundamente für eine neue Brücke. Im Herbst 1778 war die neue überdachte Holzbrücke aufgeschlagen. Wer über die Brücke ging oder fuhr, musste "Brückenzoll" bezahlen. Den Brückenzoll erhielten die Mitgliedsorte des "Kirchenspiels" . Das Geld wurde für den Unterhalt der Brücke verwendet.

1875  wurde amtlich verfügt, dass nur noch Forbach und Gausbach als Hauptnutzer für den Unterhalt der Brücke aufkommen müssen.

1926  große Dachreparatur
1930   Sperrung der Brücke für beladene Fuhrwerke aus Sicherheitsgründen
1945   war die Brücke aufgrund der zum Kriegsende gesprengten Eisenbahn- und Straßenbrücken rund um Forbach als Ersatzbrücke enormen Belastungen ausgesetzt und wurde immer baufälliger.
1954   Abbau der alten Holzbrücke
1955   Wiederaufbau der Holzbrücke. Viele Politiker, bis hin zum damaligen Ministerpräsidenten, Dr. Reinhold Maier, haben sich damals für den originalgetreuen Wiederaufbau der Brücke eingesetzt
 
Am 11. Mai 1955 konnte die neue "Alte Holzbrücke" feierlich eingeweiht werden
1976   umfangreiche Renovierungsarbeiten an den Wandverschalungen sowie eine neue Beschindelung des Daches mit Kanadischen-Rot-Zeder-Schindeln.

Spannweite: 37,8 m  /  Eigengewicht: 129 Tonnen  /  Nutzlast: 64 Tonnen /   LKW-Lasten bis 3 Tonnen

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